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	<title>Was ist Agile Archive - AGILE MOVE</title>
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	<description>AGILE MOVE - die agile Werkzeugkiste &#124; Wissen, Tools, Impulse</description>
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	<title>Was ist Agile Archive - AGILE MOVE</title>
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	<item>
		<title>Was ist Agile?</title>
		<link>https://www.agile-move.de/was-ist-agile/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[David Mötefindt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Jan 2019 22:18:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Mindset]]></category>
		<category><![CDATA[startpage]]></category>
		<category><![CDATA[agile Transformation]]></category>
		<category><![CDATA[agiles Mindset]]></category>
		<category><![CDATA[Was ist Agile]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wenn man nach einer Definition für Agile oder Agilität sucht, findet man unzählige unterschiedliche Beschreibungen. Man liest Aussagen wie: „Agilität ist ein Merkmal des Managements einer Organisation, flexibel und darüber hinaus proaktiv, antizipativ und initiativ zu agieren, um notwendige Veränderungen einzuführen.“ (Wikipedia Definition zu Agilität (Management)&#160;[1]). oder „Agilität ist die Fähigkeit einer Organisation, in Zeiten&#8230; <br /> <a class="read-more" href="https://www.agile-move.de/was-ist-agile/">Weiterlesen</a></p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph">Wenn man nach einer Definition für Agile oder Agilität sucht, findet man unzählige unterschiedliche Beschreibungen. Man liest Aussagen wie:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Agilität ist ein Merkmal des Managements einer Organisation, flexibel und darüber hinaus proaktiv, antizipativ und initiativ zu agieren, um notwendige Veränderungen einzuführen.“ (Wikipedia Definition zu <strong>Agilität (Management)&nbsp;</strong>[1]).</p>



<p class="wp-block-paragraph">oder</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Agilität ist die Fähigkeit einer Organisation, in Zeiten des Wandels flexibel, aktiv und anpassungsfähig zu reagieren. Agile Organisationen passen sich reaktiv an sich verändernde Bedingungen an, lernen kontinuierlich und entwickeln sich ständig als Ganzes weiter. Richard Pascale hat die Idee der Agilität genauer untersucht. Für ihn liegt der Schlüssel für Agilität im Wesen der Organisation und nicht so sehr in dem, was sie tut. Agilität entstand als Reaktion auf langsame, bürokratische Organisationen, um veränderten Marktbedingungen zu begegnen.“ (Lena Höhn, Vogel Communications Group GmbH &amp; Co. KG [2]).</p>



<p class="wp-block-paragraph">Ich versuche Agile mal aus meiner Sicht zu beschreiben: </p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>Agile/Agilität ist das kontinuierliche Streben hin zu einer lernenden Organisation, welche sich kontinuierlich verbessert und sich innerhalb kürzester Zeit an sich verändernden Rahmenbedingungen anpassen kann. Ich bin der Meinung Agilität kann niemals zu 100 Prozent erreicht werden, da ein wesentlicher Bestandteil der Agilität die kontinuierliche Selbstreflektion und Streben nach Verbesserung ist und ist damit vielmehr eine kontinuierliche Annäherung an die <strong>perfekte Organisation</strong>. </p></blockquote>



<p class="wp-block-paragraph">Organisation ist hierbei gleichzusetzen mit einer natürlichen Person.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das Streben zum Optimum im agilen Kontext beschreibt somit
einen Weg zur Perfektion, den man als Transformation bezeichnen kann. Diese
Transformation durchläuft vier Stufen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Stufe 1: Praktiken, Tools, Prozesse</li><li>Stufe 2: Prinzipien</li><li>Stufe 3: Werte</li><li>Stufe 4: Bewusstsein (Mindset)</li></ul>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="795" height="578" src="https://www.agile-move.de/wp-content/uploads/2019/01/Screenshot-2019-01-10-at-14.45.45.png" alt="Stufen agiler Transformation" class="wp-image-454" srcset="https://www.agile-move.de/wp-content/uploads/2019/01/Screenshot-2019-01-10-at-14.45.45.png 795w, https://www.agile-move.de/wp-content/uploads/2019/01/Screenshot-2019-01-10-at-14.45.45-300x218.png 300w, https://www.agile-move.de/wp-content/uploads/2019/01/Screenshot-2019-01-10-at-14.45.45-768x558.png 768w" sizes="(max-width: 795px) 100vw, 795px" /><figcaption>Stufen agiler Transformation</figcaption></figure>



<p class="wp-block-paragraph">Stufe 1 ist nach außen hin am sichtbarsten, ist aber weniger kraftvoll. Mit zunehmender Stufe nimmt die Sichtbarkeit ab aber die Kraft zu… </p>



<hr class="wp-block-separator is-style-wide"/>



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<hr class="wp-block-separator is-style-wide"/>



<h2 class="wp-block-heading">Was ist Agile? Die Stufen im Einzelnen erklärt:</h2>



<h3 class="wp-block-heading">Stufe 1: Praktiken, Tools, Prozesse</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Unternehmen die ersten Schritte in Richtung Agilität
unternehmen, werden Praktiken, Tools und Prozesse in den Focus genommen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Folgende grundsätzliche agile Praktiken würde ich
unterscheiden:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Iteration</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Eine Iteration (in Scrum spricht man von einem Sprint)
beschreibt einen zeitlich festen Zeitraum zwischen zwei Planning Meetings. In
der Regel ist eine Iteration zwei bis vier Wochen lang. Die Iteration startet
mit einem Planning Meeting und endet mit der Retrospektive. In der Iteration findet
die tägliche Entwicklung, das Daily Standup Meeting und ein der Retrospektive
vorgelagertes Review Meeting statt.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Planning Meeting </h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Im Planning Meeting wird die anstehende
Iteration geplant. In Scrum spricht man vom Sprint Planning, welches sich in
zwei Teile splittet – siehe dazu <a href="https://www.agile-move.de/scrum-einfuehrung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scrum</a>.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Daily Standup Meeting</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Das Team hält ein tägliches Meeting zur
Arbeitsorganisation ab. Hierbei berichten die Teammitglieder was sie seit dem
letzten Daily Standup gemacht haben, was sie vor haben bis zum nächsten Daily
Standup zu tun und was sie ggf. blockiert. Dieses Meeting dient lediglich der
Arbeitsorganisation und sollte auf keinen Fall als Statusbericht verstanden oder
missbraucht werden. </li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Review Meeting</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Im Review Meeting stellt das Entwicklungsteam
die Arbeit der vorangegangenen Iteration dem Product Owner und nach Möglichkeit
allen Stakeholdern vor. Der Product Owner achtet hierbei insbesondere auf die Product
Backlog Items und entscheidet, ob die bearbeiteten Product Backlog Items
abgeschlossen sind und passt den Plan ggf. anhand von Erkenntnissen an. Das
Entwicklungsteam sammelt Feedback von allen Beteiligten und bekommt so wertvolle
Informationen zum weiteren Ausbau des Produktes.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Retrospektive</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Retrospektive ist das letzte Event einer
Iteration. Alle Beteiligten kommen zum Ende einer Iteration zur Retrospektive
zusammen, um gemeinsam auf die vergangene Iteration zurück zu schauen und zu
bewerten, was gut und was schlecht gelaufen ist. Hierbei geht es darum aus dem Vergangenen
zu lernen und Maßnahmen zur Verbesserung zu definieren. Durch kontinuierliche
Retrospektiven wird ein Prozessrahmen innerhalb einer Unternehmenskultur „eingepasst“.
</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Definition of Done (DoD)</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Die Definition of Done beschreibt eine Liste von
Fertigstellungskriterien für jedes Product Backlog Item. Die „DoD“ wird vom
Entwicklungsteam gemeinsam mit dem Product Owner festgelegt, damit die Wünsche
des Product Owners erfüllt werden.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Kleinteilige inkrementelle Release</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Produkte müssen kontinuierlich ausgeliefert
werden, damit regelmäßig Feedback eingeholt werden kann. Rolle Produkte inkrementell
durch mehrere Releases aus – fange klein an und liefere nach und nach mehr
Funktionalität. Dies hat den Vorteil, dass schon früh Feedback gewonnen werden
kann. Hierbei spricht man von der Auslieferung von Minimal Viable Products
(funktionierende Produktinkremente, die bereits Mehrwerte Liefern) hin zum
Markable Produkt (also dem Produkt, was Marktreife erreicht hat).</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Weitere agile Praktiken sind z.B. Pair Programming, Coding
Dojo oder Testgetriebene Entwicklung. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Einige Praktiken werden innerhalb von agilen Vorgehensmodellen wie <a href="https://www.agile-move.de/scrum-einfuehrung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Scrum</a> oder <a href="https://www.agile-move.de/kanban-einfuehrung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Kanban</a> zusammengeführt und für verschiedene Anwendungsfälle (z.B. klassische Softwareentwicklung, ereignis-basiertes Supportgeschäft, etc.) optimiert. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Viele Unternehmen beschreiben sich als agil, wenn sie die
unterste Stufe geschafft haben und belassen es dabei. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber wieso? In den anderen drei Stufen ist doch noch so viel
mehr Potential. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Gründe sind relativ simpel zu erklären:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Unternehmen, die Stufe 1 erfolgreich geschafft
haben, können weiterhin in einer Command &amp; Control Umgebung und
altbewährten Strukturen operieren. Klassische Organigramme sorgen dafür, dass
altbewährte Machtkämpfe und klassische Karrierewege offenstehen und Raum bleibt
für eben all diejenigen, die sich ihr Ego durch Beförderungen und immer besser
klingenden Titeln verdienen wollen. </li><li>Ebenso wird Agilität sehr oft von „unten“ also
weit weg vom Management getrieben und das Management wird lediglich um
Erlaubnis gefragt, ob eine Entwicklungsabteilung nun agile Vorgehensmodelle
einsetzen darf oder nicht. Hierbei ist es oft unmöglich einen
unternehmensweiten Transformationspfad zu triggern und man entwickelt sich halt
nur soweit, wie man Veränderungen treiben kann – und das ist oft nur die eigene
Abteilung.</li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Stufe 2: Prinzipien</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn Agile funktionieren soll, ist es unabdingbar, dass agile Prinzipien eingehalten werden. Viel zu oft werden agile Prinzipien nicht beachtet oder werden nach erfolgreichem Start wieder vernachlässigt, was dazu führt, dass Organisationen in alte Verhaltensmuster verfallen. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Viel zu oft ist eine klassische Hierarchie der Grund dafür:
nach ersten Problemen wird dem inspect &amp; adapt Ansatz kein Raum gelassen
und das notwendige Lernen wird durch eine Managerentscheidung zu Nichte
gemacht. So kommt es nach ersten Problemen zu Aussagen wie: „Ich nehme jetzt
die Zügel wieder in die Hand, ihr seht ja, dass euer Ansatz nicht
funktioniert“. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><br>Wenn man die Prinzipien wirklich vollumfänglich einhalten möchte, muss man zwangsläufig klassische Command &amp; Control Handschellen ablegen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aber was sind denn nun die Prinzipien, die man einhalten
sollte?</p>



<p class="wp-block-paragraph">Das <a href="https://www.agile-move.de/agiles-manifest-agiles-mindset/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Agile Manifest</a>
beschreibt vier Werte und 12 Prinzipien. Hierbei sind aus meiner Sicht folgende
grundsätzlichen Richtlinien aus meiner Sicht entscheidend:</p>



<h4 class="wp-block-heading">Kommunikation</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Alle in der agilen Wertschöpfung beteiligten
Teams und Interessengruppen haben regelmäßigen Kontakt. Dies führt zu besseren
Produkten, da Entscheidungen schneller herbeigeführt werden können und
Spekulationen sowie Missverständnisse vermieden werden.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Transparenz</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Alle notwendigen Informationen sind jedem an der
agilen Wertschöpfung beteiligten Teams und Interessengruppen verfügbar. Dies
sorgt dafür, dass alle Entscheidungen auf einer gesunden Grundlage getroffen
werden und letztlich die Produkte besser werden.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">(autonome) funktionsübergreifende Teams</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Zielsetzung ist, dass Teams so autark wie
möglich arbeiten sollen. Funktionsübergreifende Teams stellen sicher, dass die
Teams keine oder nur minimale Abhängigkeiten nach außen haben. Jedes Team soll
das notwendige Wissen haben, um ihr Produkt-Inkrement fertig stellen zu können.
Weiterer Vorteil ist, dass jedes Team volle Verantwortung übernehmen kann. </li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Gleichbleibende Taktung</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Ein eingespielter Takt (gleichbleibende und
fortlaufende Interationen) schafft Kontinuität in der Abarbeitung. Der
Arbeitsfluss wird hierbei besser skalierbar, da variabler Input und Output viel
besser gemessen werden kann und störende Faktoren viel schneller erkannt und beseitigt
werden können.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Vermeidung von paralleler Arbeit</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Mehrere Themen gleichzeitig zu bearbeiten ist
keine gute Idee, da dadurch Reibungsverluste durch Kontextwechsel entstehen und
der Fokus verloren geht. Besser ist es begonnene Themen mit Fokus bis zum Ende
abzuarbeiten. Auch ist es besser lieber einige Themen abzuschließen als mehr
Themen begonnen zu haben, die aber nicht abgeschlossen sind.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Kontinuierliche Retrospektiven</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Inspiziere regelmäßig dein Produkt als auch den
Prozess, in dem du arbeitest. Gewinne Erkenntnisse, die dir helfen das Produkt
als auch den Prozess kontinuierlich zu verbessern. Justiere bestehende Pläne
regelmäßig durch gewonnene Erkenntnisse und fokussiere dich im ersten Schritt
auf Minimierung von Risiken bevor du Wertschöpfung lieferst, die nicht
funktioniert.</li><li>Liefere regelmäßig und in kurzen Zyklen. Versuche
Produkte durch mehrere Produktrelease inkrementell zu bauen. Nähere dich dabei
dem Marktfähigen Produkt (Markable Product) durch mehrere in sich
funktionierende Produktinkremente den so genannten Minimum Viable Products. </li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Stufe 3: Werte</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Die agilen Werte durchbrechen nun endgültig klassische
Command&amp;Control Strukturen. Sie führen zwangsläufig zu einem Umdenken und
zu einem Kulturwandel innerhalb der Organisationen. Wenn agile Werte in einer
Organisation umgesetzt werden, wirken diese regelrecht beflügelnd auf alle
Beteiligten, da gelebte agile Werte den notwendigen Rahmen schaffen, in denen
sich eine Organisation von unnötigen Zwängen und Ängsten befreit.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im <a href="https://www.agile-move.de/agiles-manifest-agiles-mindset/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">agilen
Manifest</a> sind folgende agile Werte beschrieben:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Individuen und Interaktionen mehr als Prozesse
und Werkzeuge</li><li>Funktionierende Software mehr als umfassende
Dokumentation</li><li>Zusammenarbeit mit dem Kunden mehr als
Vertragsverhandlung</li><li>Reagieren auf Veränderung mehr als das Befolgen
eines Plans</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Aus meiner Sicht könnte man folgende aus meiner Sicht
wesentlichen Werte dazu schreiben, welche die Aussagen aus dem Manifest
bestärken und ergänzen: </p>



<h4 class="wp-block-heading">Commitment</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Das Versprechen, was ich dir gebe halte ich auch
– durch agile Methoden habe ich es in der Hand und kann mein Versprechen auch
einhalten. Ich trage die Verantwortung und habe alle notwenigen Rahmenbedingungen
in der Hand. Eine Zusage bekommt eine vollkommen neue Bedeutung.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Respekt</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Jeder Mensch ist anders und vereint Stärken als
auch Schwächen. Respektvoller Umgang ist notwendig, damit andere Werte
funktionieren. Ein respektvoller Umgang fördert offene und ehrliche
Kommunikation, die notwendig ist, um sich stetig zu optimieren. Konstruktive
Kritik und die damit verbundene Verbesserung funktionieren nur innerhalb einer
respektvollen Umgebung.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Offenheit</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Transparenz und Sichtbarkeit, um alle Aspekte
einer Wertschöpfung zu erkennen, helfen dabei notwendige Erkenntnisse zur
Optimierung zu gewinnen. Schaffe den Raum offen mit Missständen oder Problemen
umzugehen, um daraus zu lernen, anstatt sie zu vertuschen. </li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Mut</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Sei ehrlich, auch wenn die Rahmenbedingungen
gerade schwierig sind. Sei mutig Probleme anzusprechen und zu adressieren. Übe
konstruktive Kritik und fördere respektvollen Umgang. Trau dich deine
Komfortzone zu verlassen, um Dinge auszuprobieren, von denen du glaubst, dass
sie der Verbesserung dienen, auch wenn du scheitern könntest.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Fokus</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Arbeite konzentriert an deiner Arbeit, um sie
zum Abschluss zu bringen. Lass dich nicht von unnötigen Belangen vom Ziel
abbringen deine Zusagen einzuhalten.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Feedback</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Liefere oft Ergebnisse und hol dir Feedback dazu
ein. Passe deinen Plan anhand des Feedbacks kontinuierlich an.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Einfachheit</h4>



<ul class="wp-block-list"><li>Suche die einfachste Lösung zum größtmöglichen
Nutzen. Fokussiere dich darauf einfache Aufgaben mit hohem Nutzen als erstes zu
erledigen. Verstehe genau was benötigt wird, um zu vermeiden zu viel zu bauen. </li></ul>



<h3 class="wp-block-heading">Stufe 4: Mindset</h3>



<p class="wp-block-paragraph">Am schwierigsten zu beschreiben ist schließlich das Mindset.
Mindest lässt sich schwer erlernen – manchmal (wie beim Zen) geht es eher darum
angewöhnte Verhaltensmuster aus Command&amp;Control oder Projektmanagement
abzulernen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Im agilen Mindset geht es um weiche Faktoren wie </p>



<ul class="wp-block-list"><li>Glückliche Kunden</li><li>Spaß bei der Arbeit</li><li>gern zu arbeiten</li><li>Beziehungen zu anderen zu pflegen</li><li>Kreativität</li><li>stetiges Lernen</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Betrachtet man agiles Mindset, so muss man zunächst seinen
Gegenteil kennen: das statische Mindset.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Statisches Mindset</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Beim statischen Mindset sind Begabungen statisch und unveränderlich. Die innere Einstellung „ich bin für diese Art von Aufgabe einfach nicht gemacht“ reicht aus, dass jemand sich immer davor scheut diese Art von Aufgaben anzugehen, da sie für ihn ja vermeidlich ungeeignet ist. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Dem statischen Mindset steht nun das agile Mindset gegenüber.</p>



<h4 class="wp-block-heading">Agiles Mindset</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Beim agilen Mindset sind Begabungen dynamisch und veränderlich.
Fähigkeiten können sich entwickeln und Begabungen sind lediglich Momantaufnahmen
von Fähigkeiten. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Jemand der ein agiles Mindset hat, ist ständig bemüht sich
weiter zu entwickeln und zu lernen. Wenn eine Aufgabe aktuell zu schwer zu sein
scheint ist das nicht schlimm, da lediglich der aktuelle Stand der Fähigkeiten
noch nicht ausreicht – das kann aber durch Weiterentwicklung gelöst werden. Ein
Misserfolg wird als Lernerfahrung genutzt und nicht als Beweis für
Selbstzweifel und Unzulänglichkeitsgefühlen wie beim statischen Mindset. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Vermeidlich schwere Aufgaben werden willkommen geheißen, um
Erfahrungen und neue Fähigkeiten zu entwickeln.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man sich die agile Produktentwicklung anschaut, so
sieht man zwei Arten von Entwicklungsstufen:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Teams
mit statischem Mindset leben agile Prozesse nicht wirklich. Probleme und Schwachstellen
im System werden lieber verborgen anstatt offen damit umzugehen – es herrscht
eine so genannte Absicherungskultur vor. Ursachen von Problemen werden nicht
behandelt sondern Symptome „umbaut“. Oft sind diese Verhaltensweisen durch existierende
Rahmenbedingungen heraus entstanden – siehe „Wie das Mindset
beeinflusst wird?“.
Aufgaben werden schnell als unlösbar abgegeben sobald Probleme auftauchen und
das Team nicht über das vermeidliche Wissen verfügt. </li><li>Teams
mit einem agilen Mindset sind offen und gehen Probleme auf den Grund, um sie
nachhaltig zu lösen. Entwicklungsprozesse und Produktresultate werden
regelmäßig inspiziert und weiterentwickelt.</li></ul>



<h4 class="wp-block-heading">Wie das Mindset beeinflusst wird?</h4>



<p class="wp-block-paragraph">Claudia M. Mueller und Carol S. Dweck haben in einer Studie [3] genau diese Fragestellung sehr anschaulich untersucht.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mueller und Dweck haben zwei Gruppen aus Fünftklässlern gebildet.
Beide Gruppen haben einen einfachen Test geschrieben. Anschließend bekam jeder
Schüler das Feedback, dass er sehr gut abgeschnitten hat. Lediglich die Art und
Weise wie das Feedback formuliert wurde unterschied sich.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Schüler der ersten Gruppe bekamen Lob für ihre Begabung:
„Dein Talent muss sehr groß sein, dass du diese Aufgabe lösen konntest“. Die
Schüler der zweiten Gruppe bekamen Lob für ihre Anstrengung: „Zum Lösen dieser
Aufgabe musst du viel Aufwand betrieben haben“. </p>



<p class="wp-block-paragraph">Nun wurden noch weitere Experimente gemacht:</p>



<ul class="wp-block-list"><li>Beide Gruppen wurden gefragt, ob sie nun einen
schweren Test machen möchten, bei dem sie viel lernen können oder einen einfachen
Test. 80% der Schüler aus der ersten Gruppe wählten den einfachen Test und 90%
der zweiten Gruppe den schweren Test.</li><li>Beide Gruppen bekamen aber den schwierigen Test.
Schüler aus der ersten Gruppe waren schnell entmutigt wogegen die Schüler der
zweiten Gruppe sich mit Freude der Herausforderung stellte.</li><li>Alle Schüler hatten nun die Möglichkeit die Ergebnisse
aller Schüler anzuschauen. Dabei konnten sie auswählen, ob sie die Ergebnisse von
besseren Mitschülern oder die Ergebnisse von schlechteren einsehen wollen.
Größtenteils wählten Schüler der ersten Gruppe die Ergebnisse von schlechteren
Schülern wogegen die Mehrheit der zweiten Gruppe die Ergebnisse von besseren
Schülern einsehen wollte.</li><li>Nun haben beide Gruppen einen weiteren einfachen
Test absolviert und es zeigte sich, dass die erste Gruppe sich in den Ergebnissen
um 20% verschlechtert hat wogegen sich die zweite Gruppe um 30% verbessert hat.</li><li>Abschließend sollten alle Schüler einen Brief an
nachfolgende Schüler schreiben, die diese Tests noch absolvieren werden. Hierbei
war festzustellen, dass 40% der Schüler aus der ersten Gruppe hinsichtlich ihrer
Ergebnisse gelogen haben und sich besser dargestellt haben als sie tatsächlich sind.
Schüler der ersten Gruppe haben sehr viele Hinweise und Motivationen in die
Briefe geschrieben.</li></ul>



<p class="wp-block-paragraph">Dieses Experiment veranschaulicht sehr deutlich, wie sich
Einstellungen von Menschen durch Rahmenbedingungen beeinflussen lassen. Eine
simple Formulierung reicht, um Gruppenleistungen zu beeinflussen. Gerade für
Führungskräfte stellt diese Erkenntnis einen großen Hebel dar, wenn es darum
geht Teams zu motivieren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Wenn man es schafft durch agiles Mindset Zwänge der „alten
Kultur“ hinter sich zu lassen hat, seine Komfortzone verlässt und sich auf die
agilen Möglichkeiten einlässt, wird man wahre Magie erleben. Wichtig ist, dass
man sich frei entwickeln kann und auch den Raum schafft, dass andere das ebenso
können. </p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Referenzen:</strong> </p>



<p class="wp-block-paragraph">[1] wikipedia; 2019; <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Agilit%C3%A4t_(Management)" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://de.wikipedia.org/wiki/Agilit%C3%A4t_(Management)</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">[2]  Lena Höhn; Vogel Communications Group GmbH &amp; Co. KG; 2018; <a href="https://www.marconomy.de/was-ist-agilitaet-a-737712/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">https://www.marconomy.de/was-ist-agilitaet-a-737712/</a></p>



<p class="wp-block-paragraph">[3] Claudia M. Mueller and Carol S. Dweck; Praise for Intelligence Can Undermine Children&#8217;s Motivation and Performance; Columbia University 1998</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.agile-move.de/was-ist-agile/">Was ist Agile?</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.agile-move.de">AGILE MOVE</a>.</p>
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